GESCHICHTEAnfang der siebziger Jahre begannen Heinz Biebl und Wassilios Kirtopoulos zum Zeitvertreib im Schulhof der Pfennigparade (München, Barlachstraße) mit Tennisschlägern- und Bällen eine Art Hockey zu betreiben. Sporadisch trafen sich Interessierte unregelmäßig zu dieser neuen spielerischen Unterhaltung und probierten dabei die verschiedensten Möglichkeiten und Geräte aus.Eine gezielte Förderung oder Unterstützung war noch nicht zu erwarten bzw. zu bekommen. So blieb es also den Spielern und ihren Betreuern überlassen, etwas Ordnung in diese neue Sport- und Spielmöglichkeit für Behinderte im Elektrorollstuhl zu schaffen. Sie entwickelten sich dazu neben geeigneten Gerätschaften auch eigene Regeln und Spielordnungen. Evi W., Sportlehrerin eines Behinderten-Sport-Vereins mit Hockey-Kenntnissen, war ihnen dabei eine erste Hilfe. Erste Spiele gegen die Landesschule in München wurden organisiert.Die Mannschaften bestanden bereits aus fünf Spielern und man war happy, mindestens einmal im Jahr einen Wettbewerb durchführen zu können. Neben den Elektro-Rollstuhlfahrern nahmen anfangs auch noch Sport-Rollstuhlfahrer teil, um einen Spielbetrieb zu ermöglichen. Am Ende zeigte sich aber bald, eine Spezialisierung tut Not und so wurden reine E-Hockey-Mannschaften zusammengestellt. 1982 wurde dann mit Stefan Pippich, Ossi Utz, Ferdinand Schießl, Wassi Kirtopoulos und Wolfgang Kremer ein regelmäßiges Training aufgenommen. 1983 kam noch Christian Klein zur Truppe, der sich auch für das Management erwärmen konnte und so einen nicht unwichtigen Beitrag zu weiteren Erfolgen einbrachte.Über Jahre kam es aber neben dem Training lediglich sporadisch zu einzelnen Begegnungen und erst 1986 zum ersten E-Hockey-Turnier in Neckarsgemünd bei Heidelberg. Noch unter den Fittichen des Behinderten-Sport-Vereins, der aber die Spezialisierung auf eine reine E-Hockey-Mannschaft nicht mehr unterstützen wollte oder konnte, begannen Ferdinand Schießl und Wassi Kirtopoulos mit der Sponsorensuche.Ein neuer Trainer gründete einen Förderkreis und so bekam man etwas "Luft" sprich Mittel, um größere Aufgaben anzupeilen. Es kommt zur Gründung des Fachbereichs -Elektro-Rollstuhl-Sport- im Deutschen Rollstuhl-Sportverband. Fachwart wurde der Münchner Ferdinand Schießl. Im gleichen Jahr, kurz vor dem 3. Int. E-Hockey-Turnier trennen sich die - munich animals - , so nennt sich inzwischen das Münchner Team, vom münchner Behinderten-Sport-Verein. Mit eigenen Mitteln und kraftig unterstützt von ihren Eltern richteten sie das 3. Int. E-Hockey-Turnier in München aus und erlebten prompt eine finanzielle "Bauchlandung".Ende dieses so bemerkenswerten Jahres kommt es zu ersten Kontakten mit dem TSV Forstenried-München, der sich unter seinem Vorstand Hermann Wolf, obwohl keine Erfahrung im Behindertensport, der ,,animals" gerne annimmt. Finanzielle und tatkräftige Unterstützung im neuen Verein führen die ,,Erfolgsgewohnten" nun mit hervorragenden Leistungen von Turnier zu Turnier.Ein besonderer Erfolg ist, daß wir es außer 1999 von 1987 bis 2004 jedes Jahr geschafft haben, ein internationales Turnier auf die Beine zu stellen. 2002 haben wir statt des internationalen Turnier zum ersten Mal eine Deutsche Meisterschaft ausgerichtet.19.11.2011 - Weinheim1. BL > 1. Spieltag